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27. Januar 2009
Mitochondrien als Ursprung chronisch-entzündlicher ErkrankungenVeröffentlichung aus dem Exzellenzcluster für Entzündungsforschung in Genome Research Wie das renommierte Wissenschaftsmagazin Genome Research in seiner Januarausgabe 2009 berichtet, haben Forscher des Exzellenzclusters „Entzündungsforschung“ eine Serie neuer Mausstämme (sog. „conplastic strains“) gezüchtet, um die Rolle von Mitochondrien bei der Entstehung von chronisch-entzündlichen und neurodegenerativen Erkrankungen sowie Prozessen der Alterung zu untersuchen.
Mitochondrien sind kleine zelluläre Organellen, die im Wesentlichen für die Energieversorgung der Zelle verantwortlich sind. Interessanterweise verfügen sie über ein eigenes Erbmaterial (mitochondriales Genom). Mutationen des mitochondrialen Genoms, das nur für 13 zelluläre Proteine kodiert, werden nach neueren Erkenntnissen mit einer Vielzahl von Erkrankungen (wie z.B. Arthritis, Diabetes und Multiple Sklerose) und der menschlichen Alterung in Verbindung gebracht. Es konnte beispielsweise gezeigt werden, dass eine Mutation im mitochondrialen ND5 Gen bei Europäern für Rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose prädisponiert. Mutationen im mitochondrialen ND2 und ATP8 Gen wurden in einer japanischen Studie gehäuft bei Hundertjährigen gefunden.
Es konnte bereits gezeigt werden, dass einige dieser Mäuse eine erhöhte Empfindlichkeit für die Entwicklung von chronisch-entzündlichen Erkrankungen besitzen. Andere reagierten deutlich stärker als Kontrollmäuse, wenn sie bestimmten Stressfaktoren ausgesetzt wurden. Aber dies ist nur der Anfang für eine Vielzahl folgender Studien. Die hier gewonnenen Erkenntnisse sollen in Zukunft die Basis für weiterführende Untersuchungen am Menschen bilden. Prof. Ibrahim wurde kürzlich als Leiter der Arbeitsgruppe für Genetik entzündlicher Hauterkrankungen an der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie (Direktor: Prof. Dr. Zillikens) der Universität zu Lübeck berufen. Prof. Kunz wurde als Leiter des neugeschaffenen Zentrums für Entzündungsmedizin (CCIM) an der Universität zu Lübeck berufen. |
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