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17. Dezember 2001
LOLA setzt auf naturwissenschaftliches Interesse und Lust am ExperimentierenTechnisch-Naturwissenschaftliche Fakultät richtet "Lübecks Offenes LAbor" ein An der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Medizinischen Universität wird "Lübecks Offenes LAbor" (LOLA) eingerichtet. In dem öffentlichen "Gläsernen Labor" kann man Gen- und Biotechnik praktisch erleben und begreifen.
Moderne Entwicklungen in Wissenschaft und Technik greifen immer stärker in unser Leben ein - Schlagworte wie genetischer Fingerabdruck, Genfood, Gentherapie und genetische Diagnostik rufen, je nach Vorbildung und persönlicher Betroffenheit des Betrachters, negative oder positive Reaktionen hervor. Moderne biologische und medizinische Verfahren, die in den Wissenschaftsfeldern der „Life Sciences“ entstehen, werden eine entscheidende Grundlage der neuen Industrien unseres Jahrhunderts sein. Hier liegt für Deutschland, einem Land mit einerseits geringem Rohstoffaufkommen und hohen Lohnkosten und andererseits traditionell hoch qualifizierten Arbeitskräften, die Zukunftsperspektive. Diese Entwicklung erfordert den mündigen, d.h. entsprechend naturwissenschaftlich informierten Bürger und insbesondere den naturwissenschaftlich motivierten und kompetenten Schulabsolventen, den Entscheidungsträger von morgen. Allerdings zeigen nicht erst die Ergebnisse der letzten PISA-Studie, dass der Bildungsvorsprung, den wir in Deutschland hatten, in den letzten Jahrzehnten verlorengegangen ist. Als ein Beitrag zur Lösung dieser Problematik entstand die Idee, das LOLA zu etablieren. LOLA wird der Öffentlichkeit durch gezielte Angebote von Praktika und Kursen moderne Entwicklungen, z.B. im Bereich der Gen- und Biotechnik, nahe bringen. Hier können sowohl interessierte Bürger als auch Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen praktisch erleben und begreifen. Die Etablierung einer solchen Einrichtung an einer Universität hat den positiven Effekt, dass auf neue Entwicklungen schnell und kompetent reagiert werden kann. Im Gegensatz zu existierenden ähnlichen Konzepten, wie z.B. dem Gläsernen Labor in Berlin, soll sich das LOLA-Angebot auch anderen aktuellen Technologien und naturwissenschaftlichen Entwicklungen widmen; z.B. können Fragen bearbeitet werden, die sich durch die Entwicklung der Informatik oder der modernen Medizin ergeben. Auch bei diesen Themen soll die Wissensvermittlung immer mit eigener praktischer Tätigkeit der Teilnehmer gekoppelt sein. Das LOLA wird ab dem Frühjahr 2002 die ersten Schüler-Kurse zur Gen- und Biotechnik veranstalten. Derzeit sind folgende eintägige Experimentalkurse für Schüler der Oberstufe in Planung:
Zur Ergänzung sind folgende Seminarthemen geplant:
Es gehört zum Konzept von LOLA, dass sehr spezifisch auf den Ausbildungs- und Interessenstand des jeweiligen Teilnehmerkreises eingegangen wird. |
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